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Erfahrungen aus einer Kur

Erzählungen am Stammtisch


Freud und Leid in der Kur

Liebe Freunde, lasst Euch sagen,
die Kur lässt schwer nur sich ertragen.
Hunger, Durst den ganzen Tag,
dazwischen, ach welch eine Plag',
Massagen, Bäder und auch Fango,
zum Glück am Abend: Rumba, Tango.


Das Kur-Bier-Bad

Wenn ich hier im Solbad sitze,
manchmal friere, manchmal schwitze,
denk ich träumend "Wär das hier
doch nur kühles Kellerbier".
Andrerseits ist es doch schade,
wenn ich nur im Biere bade.
Drum wart ich noch bis kurz nach vier.
Dann wartet schon das Kellerbier.


Der Frühflirt

So eine Kur ist ein Genuss!
Frauen! Frauenüberschuss!
Eine Auswahl - riesengroß
ja, doch nur, wie mach ich's bloß?
Lass halt manch Anwendung sausen,
verlängere die kurzen Pausen,
denn so ein Flirt am frühen Morgen
vertreibt den Kummer und die Sorgen.


Der Frühschoppen

Was kann das Kurprogramm noch toppen?
Sicher nur der Bier-Frühschoppen.
Denn so ein Schoppen in der Frühe,
macht Spaß und Laune ohne Mühe.
Vor der Gymnastik schnell zwei Weizen,
die können mich viel eher reizen
als so ein Kneippscher Wasserguss,
den täglich man ertragen muss.


Der 'Feier'-Abend

Nach dem ganzen Tagesfrust
hast du am Abend große Lust,
ganz gepflegt noch auszugeh'n
und dich dabei umzuseh'n
was an Frischfleisch eingetroffen.
Heut nicht viel, es bleibt zu hoffen,
dass es morgen besser wird.
Halt, anscheinend hat verirrt
hier sich eine Kegeltruppe,
darunter eine scharfe Puppe.
Nichts wie hin, bevor sie dann
wegschnappt dir der Nebenmann.
Ein paar Tänzchen, ganz in Ehren,
wer wird dieses dir verwehren.
Ein kleiner Flirt, ein zarter Kuss,
damit aber ist schon Schluss
mindestens für heut ihr Lieben.
Natürlich hat man aufgeschrieben
Adresse, Namen, Telefon.
Den Rest, na ja, den kennt ihr schon.


© Wolfgang Raith